Brasilien lässt sich kaum das Wasser reichen. Davon hat es selber genug, denn Brasiliens Küste ist sage und schreibe über 7300 km lang. An diesem langen Küstenstreifen befinden sich etwa 30 Seehäfen, die für Brasiliens Wirtschaft und Tourismus große Bedeutung besitzen. Dazu gehören berühmte Städte wie Rio de Janeiro, Salvador da Bahia, Recife, Natal, Belém, Alter do Chão, Parintins, Boca da Valeria und Macapá, um nur einige zu nennen. Viele dieser Küstenstädte sind Ziele von Kreuzfahrtschiffen aus der ganzen Welt, und das nicht zu unrecht. Kreuzfahrten entlang der brasilianischen Küste ermöglichen einen hervorragenden Eindruck von Land und Leuten, von der Kultur und der Landschaft des größten Staats Südamerikas.
Reisende per Schiff lernen auf der einen Seite die Inselwelt und die Traumstrände Brasiliens aus nächster Nähe kennen, auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit, auf entspannte Weise gleich mehrere der eindrucksvollsten Metropolen des Landes zu entdecken. Zum Beispiel führt eine Seereise nach Rio der Janeiro zur Karnevalszeit
direkt in das närrische Treiben am Zuckerhut. Auch São Paulo als wichtiges Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes lässt sich bei dieser Form des Reisens ein Besuch abstatten. Zwar liegt die Stadt nicht direkt an der Küste, aber über Santos besteht ein Zugang. In der Regel werden
brasilianische Häfen im Rahmen von Südamerikakreuzfahrten angesteuert. Viele große Reedereien schicken ihre Schiffe an die brasilianische Küste. Schiffe wie die Queen Mary 2 sind dort anzutreffen und die luxuriösen Hochseeliner von Royal Caribbean.
Auch sportlich-elegante Segelschiffe unternehmen fahren auf ihren Routen entlang der brasilianischen Küste. Allerdings ist die Erkundung Brasiliens auf dem Wasserweg nicht auf Hochseekreuzfahrten beschränkt. Auch Flusskreuzfahrten erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Vor allem auf dem Amazonas lässt sich das Innere des Landes erforschen. Brasilien und das Wasser – unter touristischen Aspekten ein weitgespanntes Thema.