Archiv für die Kategorie ‘Sehenswürdigkeiten’

Mit dem Mietwagen durch Brasilien

Mittwoch, 11. Mai 2011

Auf eigene Faust Brasilien bereisen, zu den schönsten Stränden die das Land zu bieten hat, ganz ohne Stress und Verpflichtungen… oder doch lieber eintauchen in ein Naturparadies von unvorstellbarer Schönheit, über holprige Straßen zu glasklaren, im Urwald versteckten Lagunen zum Schnorcheln fahren – das klingt wie ein Traum, doch dieser ist gar nicht schwer zu verwirklichen!

Das Schöne an Mietwagenrundreisen ist, dass man sich seine Zeit freier einteilen und die Reise nach den eigenen Interessen steuern kann. Außerdem ist es viel spannender, das Land auf eigene Faust zu erkunden und kennen zu lernen. Dennoch braucht man nicht fürchten, sich zu verfahren, keine geeignete Unterkunft zu finden, oder die Highlights entlang der Strecke zu verpassen, denn die Hotels an den passenden Orten sowie die Flüge sind bereits gebucht, und an den schönsten und spektakulärsten Orten gibt es geführte Touren oder ausreichend Infomaterial.

Eine solche Traumreise ist zum Beispiel eine Tour durch Nordost Brasilien. Die Gegend bietet traumhafte Küsten, die berühmten landestypischen Capoeira Schulen und paradiesische, malerische Strände. Die Brasilien Reise beginnt in Refice, und gleich die erste Station ist wirklich atemberaubend: Porto de Galinhas, ein Strand wie aus dem Bilderbuch, mit weißem Sand, Kokospalmen und türkisfarbenem Wasser. Hier kann man Baden gehen, sich einfach nur am Strand sonnen oder im Meer schnorcheln und die wunderschönen Korallenriffe bestaunen. Wer mehr vom Land kennen lernen möchte, der kann mit einem typischen Eingeborenen-Floß eine Seepferdchenkolonie besuchen. Dann geht die Reise weiter, entlang der traumhaften Küste, mit einer Übernachtung in Maragogi, das berühmt ist für seine kilometerlangen, menschenleeren Strände, an denen man wunderbar entspannen kann. Wer sich nach etwas mehr Action sehnt, der kann eine Bootstour unternehmen. Die nächste Station ist Maceió, wo man nur einen Schritt aus dem Hotel machen muss und schon mit den Füßen im Sand steht. Nun geht es recht abwechslungsreich weiter.

Nach der Überquerung des São Francisco Flusses per Autofähre gilt es Penedo zu erkunden, ein kleines, romantisches Kolonialstädtchen voller historischer Gebäude und mit viel Charme. Am Tag darauf geht es nach Aracajú, eine moderne Stadt mit einer der schönsten Uferstraßen Brasiliens, die es jedoch trotzdem geschafft hat, sich ihren kolonialen Charme zu bewahren. Hier wartet auch das Highlight dieser ohnehin schon spektakulären Reise: ein Naturreservat, in welchem man das Gefühl hat, dass es wirklich noch nie ein Mensch betreten hat. Die schönsten Landschaften, die Brasilien zu bieten hat, verschmelzen hier: dunkelblaue Lagunen, riesige Sanddünen, vegetationsreiche Sumpflandschaften, Palmenwälder und der endlos scheinende Atlantik. Bald schon neigt sich diese wundervolle Reise dem Ende. Der letzte Tag gehört Praia do Forte, wo man noch einmal die spektakulären Strände dieses Küstenabschnittes genießen und ein Meeresschildkrötenprojekt besichtigen kann. Am nächsten Tag geht es dann nach Salvador, wo diese einzigartige Rundreise schließlich endet.

Die andere Variante führt in den Westen Brasiliens, in eines der größten Feuchtgebiete der Welt – das Pantanal. Es ist durchzogen vom Paraguay Fluss, der in der Regenzeit von Dezember bis März um ein Vielfaches anschwillt und die Gegend zum Leben erwachen lässt. Eine unvorstellbar große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten gibt es hier, wie beispielsweise den Jaguar, Anakonda-Schlangen oder Alligatoren.
Die Mietwagenreise beginnt und endet in Campo Grande, und die erste Station ist das Dorf Bonito. Von hier aus geht es zur Gruta do Lago Azul, einem tiefblauen Unterwassersee, der Ihnen den Atem rauben wird. Anschließend geht es spannend weiter, mit einer mehr als einstündigen „Schnorcheltour“ durch das glasklare Wasser des Sucuri Flusses. Hier kann man bis auf den Grund sehen und zahlreiche Fische in allen Farben bewundern. Auch der nächste Tag ist nicht weniger aufregend.

Es geht ins südliche Pantanal, auf schmalen und nicht asphaltierten Straßen durch Wälder und Wiesen, auch mehrere Flussüberquerungen stehen auf dem Programm. Unterwegs kann man eine Pause bei dem Naturreservat Boca da Onca einlegen und eine Wanderung vorbei an 14 verschiedenen Wasserfällen unternehmen. Nun hat man zwei Tage Zeit, um die ganze Schönheit dieses einzigartigen Ökosystems kennen zu lernen. Hierfür werden zahlreiche Varianten geboten. Man kann auf dem Rücken eines Pferdes durch Wälder und über Ebenen reiten, oder in einem motorisierten Kanu die zahlreichen Nebenflüsse und Verzweigungen des Paraguay Flusses erkunden. Hierbei wird man stets von einem lokalen Reiseführer begleitet, von dem man viel über diese phantastische Flora und Faune lernen kann. Nach insgesamt sechs Tagen im Paradies geht es dann wieder zurück nach Campo Grande.

Die Iguazú-Wasserfälle

Freitag, 11. März 2011

Eine Liste mit Sehenswürdigkeiten in Brasilien zu erstellen ist unglaublich schwer, da es in diesem so vielfältigen Land so vieles zu sehen gibt, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Vielleicht macht es daher Sinn, sich von außen nach innen vorzuarbeiten.
An der Grenze zu Argentinien befindet sich eines der spektakulärsten Naturspektakel, wohl nicht nur Brasiliens, sondern der ganzen Welt: Die Iguazú-Wasserfälle. Unglaubliche 270 Wasserfälle bilden hier ein atemberaubendes und einmaliges Naturschauspiel. Zwischen 64 und 82 Meter tief stürzen die Wassermassen in die nasse Tiefe und entwickeln dabei eine gewaltige Kraft, die man spüren kann. In der Breite messen die Wasserfälle beinahe 3 Kilometer, so dass man sich kaum vorstellen kann, welche Wassermassen jede Sekunde von den Klippen herunterdonnern. Allein im so genannten Teufelsrachen, dem aus 14 Einzelwasserfällen bestehenden höchsten Teil der Iguazú-Wasserfälle sind es – je nach Wasserstand und Jahreszeit – bis zu unglaublichen 13000 Kubikmeter Wasser, die pro Sekunde in die Tiefe preschen.
Nicht die gesamten Wasserfälle fallen in brasilianisches Staatsgebiet, sondern die liegen in einem brasilianisch-argentinischen Naturpark. Schon 1986 wurden die Iguazú-Wasserfälle zum Weltnaturerbe der UNESCO ernannt. Und das zu recht, Teile der Wasserfälle sind überragen in der Höhe die Niagarafälle und insgesamt in der Breite die Victoriafälle. Der Anblick dieser Naturgewalten ist wirklich atemberaubend und wer während seiner Reise nach Brasilien die Chance bekommt, die Iguazú-Wasserfälle zu sehen, sollte sich dieses einmalige Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen.
Schon weit von den Wasserfällen entfernt, spürt man einen feinen Wassernebel auf der Haut. Dieser hat natürlich Auswirkungen auf Fauna und Flora rund um die Wasserfälle herum. So ist eine Reise zu den Iguazú-Wasserfällen schon allein aufgrund der unglaublichen Pflanzen- und Artenvielfalt im Naturpark empfehlenswert. Eine enorme Vielfalt an Vogelarten von Parageien bis Kolibris, Waschbären, Jaguare und Affen, riesige wunderschöne Schmetterling und viele andere exotische Tiere finden hier einen Lebensraum der besonderen Art.
Wenn Sie wasserfest sind, sollten Sie an einer kleinen Tour mit einem Schlauchboot teilnehmen. Es gibt kaum andere touristische Highlights bei denen man die Kraft der Natur auf so beeindruckende und zugleich auch wohltuend Respekt einflößende Weise vor Augen beführt bekommt. Auch Flüge mit einem Helikopter und Ausflugstouren im Jeep können gebucht werden und stellen unvergessliche Erlebnisse dar.