Brasilia

12. Juli 2011

Brasilia ist eine der Hauptstädte, die nicht geschichtlich gewachsen sind, sondern aus wirtschaftlichen, kulturellen, militärischen und geografischen Gründen auf Beschluss von Regierungen aus dem Boden gestampft wurden. Weitere solcher Hauptstätte sind Islamabad in Pakistan oder Abuja in Nigeria.

Der Beschluss zur Errichtung einer neuen Hauptstadt wurde bereits im Jahre 1891 in der brasilianischen Verfassung verankert. Aber erst im September des Jahres 1922 fand die feierliche Grundsteinlegung für die neue Hauptstadt des brasilianischen Staates statt. Ziel dieser Maßnahme war es auch, die Infrastruktur im Binnenland zu fördern. Aber erst im Oktober des Jahres 1956 wurde mit der Errichtung eines zentralen Präsidentenpalastes Ernst gemacht. Dann dauerte es jedoch keine vier Jahre mehr, bis die Grundstrukturen der Stadt angelegt waren und Brasilia seine Aufgabe als Hauptstadt wahrnehmen konnte. Als Grundstruktur wurde die eines Kreuzes gewählt, wobei die Querstrebe allerdings wegen landschaftlicher Gegebenheiten gebogen ausgelegt wurde. Nachdem die Ministerien erbaut waren konnten auch nach und nach alle anderen Institutionen nach Brasilia umziehen. Bereits im Jahre 1962 wurde in Brasilia die dortige Universität eröffnet und der Bann für die Entwicklung der Stadt war endgültig gebrochen, als auch die letzten Regierungsbeamten ihren Widerstand gegen eine Umsiedlung nach Brasilia aufgegeben hatten. Nach und nach kamen auch andere Bauwerke hinzu wie die Kathedrale und der Fernsehturm.

Heute ist Brasilia eine lebendige Metropole mit inzwischen über zwei und eine halbe Million Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von im Schnitt etwa 420 Einwohnern auf den Quadratkilometer. Im Jahre 1992 wurde mit dem Bau einer Metro begonnen, von der mittlerweile schon viele Streckenabschnitte in Betrieb sind. Auch die internationale Bedeutung Brasilias nimmt immer mehr zu, ihr wurde sogar im Jahre 2008 der Titel als Kulturhauptstadt Amerikas verliehen. Dennoch gibt es widersprüchliche Meinungen über die architektonische Gestaltung der Stadt und die gesellschaftlichen Auswirkungen, die die Neugründung der brasilianischen Hauptstadt mit sich gebracht hat. Urlaub in Brasilien und Brasilia ist auf jeden Fall empfehlenswert

Mit dem Mietwagen durch Brasilien

11. Mai 2011

Auf eigene Faust Brasilien bereisen, zu den schönsten Stränden die das Land zu bieten hat, ganz ohne Stress und Verpflichtungen… oder doch lieber eintauchen in ein Naturparadies von unvorstellbarer Schönheit, über holprige Straßen zu glasklaren, im Urwald versteckten Lagunen zum Schnorcheln fahren – das klingt wie ein Traum, doch dieser ist gar nicht schwer zu verwirklichen!

Das Schöne an Mietwagenrundreisen ist, dass man sich seine Zeit freier einteilen und die Reise nach den eigenen Interessen steuern kann. Außerdem ist es viel spannender, das Land auf eigene Faust zu erkunden und kennen zu lernen. Dennoch braucht man nicht fürchten, sich zu verfahren, keine geeignete Unterkunft zu finden, oder die Highlights entlang der Strecke zu verpassen, denn die Hotels an den passenden Orten sowie die Flüge sind bereits gebucht, und an den schönsten und spektakulärsten Orten gibt es geführte Touren oder ausreichend Infomaterial.

Eine solche Traumreise ist zum Beispiel eine Tour durch Nordost Brasilien. Die Gegend bietet traumhafte Küsten, die berühmten landestypischen Capoeira Schulen und paradiesische, malerische Strände. Die Brasilien Reise beginnt in Refice, und gleich die erste Station ist wirklich atemberaubend: Porto de Galinhas, ein Strand wie aus dem Bilderbuch, mit weißem Sand, Kokospalmen und türkisfarbenem Wasser. Hier kann man Baden gehen, sich einfach nur am Strand sonnen oder im Meer schnorcheln und die wunderschönen Korallenriffe bestaunen. Wer mehr vom Land kennen lernen möchte, der kann mit einem typischen Eingeborenen-Floß eine Seepferdchenkolonie besuchen. Dann geht die Reise weiter, entlang der traumhaften Küste, mit einer Übernachtung in Maragogi, das berühmt ist für seine kilometerlangen, menschenleeren Strände, an denen man wunderbar entspannen kann. Wer sich nach etwas mehr Action sehnt, der kann eine Bootstour unternehmen. Die nächste Station ist Maceió, wo man nur einen Schritt aus dem Hotel machen muss und schon mit den Füßen im Sand steht. Nun geht es recht abwechslungsreich weiter.

Nach der Überquerung des São Francisco Flusses per Autofähre gilt es Penedo zu erkunden, ein kleines, romantisches Kolonialstädtchen voller historischer Gebäude und mit viel Charme. Am Tag darauf geht es nach Aracajú, eine moderne Stadt mit einer der schönsten Uferstraßen Brasiliens, die es jedoch trotzdem geschafft hat, sich ihren kolonialen Charme zu bewahren. Hier wartet auch das Highlight dieser ohnehin schon spektakulären Reise: ein Naturreservat, in welchem man das Gefühl hat, dass es wirklich noch nie ein Mensch betreten hat. Die schönsten Landschaften, die Brasilien zu bieten hat, verschmelzen hier: dunkelblaue Lagunen, riesige Sanddünen, vegetationsreiche Sumpflandschaften, Palmenwälder und der endlos scheinende Atlantik. Bald schon neigt sich diese wundervolle Reise dem Ende. Der letzte Tag gehört Praia do Forte, wo man noch einmal die spektakulären Strände dieses Küstenabschnittes genießen und ein Meeresschildkrötenprojekt besichtigen kann. Am nächsten Tag geht es dann nach Salvador, wo diese einzigartige Rundreise schließlich endet.

Die andere Variante führt in den Westen Brasiliens, in eines der größten Feuchtgebiete der Welt – das Pantanal. Es ist durchzogen vom Paraguay Fluss, der in der Regenzeit von Dezember bis März um ein Vielfaches anschwillt und die Gegend zum Leben erwachen lässt. Eine unvorstellbar große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten gibt es hier, wie beispielsweise den Jaguar, Anakonda-Schlangen oder Alligatoren.
Die Mietwagenreise beginnt und endet in Campo Grande, und die erste Station ist das Dorf Bonito. Von hier aus geht es zur Gruta do Lago Azul, einem tiefblauen Unterwassersee, der Ihnen den Atem rauben wird. Anschließend geht es spannend weiter, mit einer mehr als einstündigen „Schnorcheltour“ durch das glasklare Wasser des Sucuri Flusses. Hier kann man bis auf den Grund sehen und zahlreiche Fische in allen Farben bewundern. Auch der nächste Tag ist nicht weniger aufregend.

Es geht ins südliche Pantanal, auf schmalen und nicht asphaltierten Straßen durch Wälder und Wiesen, auch mehrere Flussüberquerungen stehen auf dem Programm. Unterwegs kann man eine Pause bei dem Naturreservat Boca da Onca einlegen und eine Wanderung vorbei an 14 verschiedenen Wasserfällen unternehmen. Nun hat man zwei Tage Zeit, um die ganze Schönheit dieses einzigartigen Ökosystems kennen zu lernen. Hierfür werden zahlreiche Varianten geboten. Man kann auf dem Rücken eines Pferdes durch Wälder und über Ebenen reiten, oder in einem motorisierten Kanu die zahlreichen Nebenflüsse und Verzweigungen des Paraguay Flusses erkunden. Hierbei wird man stets von einem lokalen Reiseführer begleitet, von dem man viel über diese phantastische Flora und Faune lernen kann. Nach insgesamt sechs Tagen im Paradies geht es dann wieder zurück nach Campo Grande.